Heteronormativität und die Infragestellung der Zweigeschlechtlichkeit

10. Juli 2007 – 20 Uhr
Antke Engel (Hamburg)

Im Kontext der Queer Theorie und neuer sexueller Bewegungen hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten ein neues Wissen von Geschlecht und Sexualität etabliert. Es zeichnet sich durch eine Denaturalisierung und Delegitimierung der Zwei-Geschlechter-Ordnung und eine VerUneindeutigung der Begehrensrelationen aus, die nicht auf die Alternative homo-, hetero- oder bisexuell zu beschränken seien. Der Vortrag wird den Begriff der Heteronormativität einführen, um den Zusammenhang zwischen normativer Heterosexualität und rigider Zweigeschlechtlichkeit machtanalytisch zu erklären und nach Möglichkeiten bzw. Perspektiven der Veränderung zu fragen. Anschließend soll dann mit Hilfe des Denkens von Michel Foucault nach dem Status eines queer theoretischen Wissens gefragt werden, das nicht beansprucht, eine neue Geschlechterwahrheit zu verkünden.

Dr. Antke ENGEL ist promovierte Philosophin, feministische Queer Theoretikerin und Leiterin des „Instituts für Queer Theory“ (Hamburg/Berlin: www.queer-institut.de). Zwischen 2003 und 2005 war sie an der Universität Hamburg Vertretungs-/ Gast-Professorin für Queer Studies. Ihre Dissertation zu Repräsentationskritik, kulturellen Politiken und der „Strategie der VerUneindeutigung“ (Universität Potsdam) ist unter dem Titel: Wider die Eindeutigkeit. Sexualität und Geschlecht im Fokus queerer Politik der Repräsentation (Frankfurt/M.: Campus 2002) veröffentlicht.

Zum Weiterlesen:
Antke Engel (2002): Wider die Eindeutigkeit. Sexualität und Geschlecht im Fokus queerer Politik der Repräsentation, Frankfurt am Main/New York.
Andreas Kraß (Hg.) (2003): Queer denken, Frankfurt am Main.


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